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Kernkraftwerk Stade: Zwei Drittel des Sicherheitsbehälters sind demontiert

01. September 2020

Seit 2018 läuft im Kernkraftwerk Stade die Demontage des sogenannten Splitterschutzes innerhalb des Reaktorgebäudes. Das ist eine riesige zylinderförmige Gebäudestruktur im Reaktorgebäude. Insgesamt müssen dort 20.000 Tonnen Beton abgetragen werden. Am 14. August 2020 waren zwei Drittel der Massen geschafft: Der 1.000 Betonblock hing am Haken des Gebäudekrans.

Für den Abbau der Betonstrukturen hat PreussenElektra in Stade einen neuen Weg beschritten – das Zersägen des Betonzylinders in etwa 1.500 Betonsegmente mit einem durchschnittlichen Einzelgewicht von rund 14 Tonnen.

Jedes einzelne Betonsegment wird anschließend nachbehandelt, damit die erforderlichen Messungen im Rahmen des Freigabeverfahrens optimal durchgeführt werden können. So kann in jedem Einzelfall eine auch geringfügige Kontamination mit Radioaktivität ausgeschlossen werden. Das aufwändige Verfahren sorgt dafür, dass die Demontage des gesamten Splitterschutzes noch bis Mitte 2021 andauern wird. Danach kann der Betonsockel, auf dem der Splitterschutz steht, demontiert werden.

Der Rückbau der Anlage, der 2005 begann, befindet sich in der vorletzten Phase. Alle Systeme und Komponenten, die einst für den Betrieb der Anlage erforderlich waren, sind aus dem Kontrollbereich entfernt. Die Arbeiten innerhalb des Kontrollbereichs konzentrieren sich auf die Dekontamination und -freigabe des Gebäudes sowie auf die Demontage der massiven Betonstrukturen.