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Fünf Jahre nach Abschaltung: Rückbau des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld kommt gut voran

24. Juni 2020

Fünf Jahre nach Abschaltung des Kernkraftwerks Grafenrheinfeld (KKG) informierte Anlagenleiter Bernd Kaiser in einem Online-Pressegespräch, welche Fortschritte im Rückbau des KKG zu verzeichnen sind.

Seitdem die Rückbaugenehmigung im April 2018 erteilt wurde „ist Veränderung unser täglicher Begleiter“, so Bernd Kaiser. Im Rahmen des Rückbaus wurden von April 2018 bis Ende Mai dieses Jahres bereits rund 6.700 von insgesamt 20.500 Komponenten stillgesetzt und 765 von insgesamt
31.500 Tonnen zurückgebaut. Um die demontierten Anlagenteile reinigen, zerlegen und gegebenenfalls zerkleinern zu können, entsteht derzeit im Kontrollbereich des KKG ein Reststoffbehandlungszentrum mit mehreren Behandlungsstationen. Weitere Großprojekte sind bereits in Planung: Ab 2021 werden die Einbauten im Reaktordruckbehälter zerlegt, der Reaktordruckbehälter selbst und die vier großen Dampferzeuger sollen in den Jahren 2023 und 2025 folgen.

Mit veränderter Personalstruktur in die Zukunft

Seit Beginn des Rückbaus ist die Belegschaft von knapp 300 auf knapp 200 Mitarbeiter geschrumpft. Für die Anpassungen der Personalstruktur besteht ein mit den Arbeitnehmervertretern vereinbarter langfristiger Personalplan, durch konkrete Interessensausgleichsverhandlungen abgesichert wurde.

Passend dazu hat sich die Betriebsorganisation in eine Rückbauorganisation verwandelt: Teilbereiche wurden zusammengelegt und neue Bereiche geschaffen. Nicht wenige KKG-Mitarbeiter haben sich in neue Aufgaben eingearbeitet.