Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

Kernkraftwerk Unterweser: Zerlegung der Einbauten des Reaktordruckbehälters kommt voran

Zum Ziehen des Unteren Kerngerüstes wurde das Reaktorbecken wieder geflutet.

17. August 2020

Die Einbauten des Reaktordruckbehälters geht es weiter an den Kragen: Zwischenzeitlich wurde das Obere Kerngerüst, dessen Demontage im Juli 2019 begann, entfernt, nun folgt die Demontage des Unteren Kerngerüsts.

Hierzu wurde das Untere Kerngerüst unter Wasser aus dem Reaktordruckbehälter gehoben und auf einen Drehtisch abgestellt. Allein das Heben und Platzieren des Gerüsts aus dem Reaktordruckbehälter dauerte fast zwei Tage. Kein Wunder, denn mit einem Gesamtgewicht von ca. 100 Tonnen, einer Höhe von etwa 8,3 Metern und einem Durchmesser von ca. 4,5 Metern gehört das Untere Kerngerüst zu den größten und schwersten Bestandteilen des Reaktordruckbehälters. Die kompletten Einbauten wiegen rund 140 Tonnen.

Die Zerlegung erfolgt zum Schutz der Mitarbeiter fernhantiert unter Wasser, im Wesentlichen mit Kreis- und Bandsägen. Das Untere Kerngerüst soll in etwa acht Monaten zerlegt sein. Dabei fallen rund 80 Behälter an, die anschließend ins Zwischenlager am Standort eingelagert werden.

Darüber hinaus werden im Rahmen dieses Ausbaus Proben vom Reaktordruckbehälterdeckel, vom Behälter selbst sowie vom Biologischen Schild genommen. Das Biologische Schild ist eine massive Betonstruktur, die den Reaktordruckbehälter als Barriere umgibt. Die Probenahmen liefern wichtige Informationen für die Zerlegung des Reaktordruckbehälters, die im nächsten Jahr beginnen soll.

Das Projekt im KKU ist Pilotprojekt für die übrigen Kernkraftwerke der PreussenElektra.