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PreussenElektra erteilt Auftrag zur Zerlegung der Reaktordruckbehälter für sechs Kernkraftwerke

29. Januar 2020

PreussenElektra hat im Dezember einen Großauftrag zur Zerlegung und Verpackung der Reaktordruckbehälter in sechs ihrer zum Rückbau anstehenden Kernkraftwerke vergeben. Den Zuschlag erhielt eine Bieterge­meinschaft bestehend aus der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH und der Firma Höfer & Bechtel GmbH.

Die Zerlegung und Verpackung der Reaktordruckbehälter gehört mit zu den tech­nisch anspruchsvollsten und komplexesten Projekten innerhalb des Rückbaus. Das Flottenprojekt ist auf mehr als 10 Jahre angelegt. Das Konsortium wurde nun damit beauftragt, die Behälter für die gesamte Kernkraftwerksflotte zu demontieren und endlagergerecht zu verpacken.

Der erste zu zerlegende Behälter wird derjenige im Kernkraftwerk Unterweser sein. Der Reaktordruckbehäl­ter im KKU ist inklusive seines Deckels ein 550 Tonnen schwerer, ca. 13 Meter hoher Behälter aus Stahl mit einem Durchmesser von fünf Metern. Zu Betriebszeiten befanden sich darin 193 Brennelemente, die seinerzeit 4.500 MW Wärmeleistung erzeugt haben.

Die Zerlegung und Verpackung des Behälters erfolgt aus Strahlenschutzgründen fernhantiert. Der Reaktordruckbehälter wird in circa 220 Einzelteile zerlegt, die als schwach- und mittelradioaktiver Abfall in rund 70 Container verpackt.