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Foto des Kraftwerks Isar in abendlicher Stimmung

Kernkraftwerk Isar

Das Kernkraftwerk Isar  liegt in Niederbayern, im Landkreis Landshut, an der Isar. Der Block 1 wurde 1979 und Block 2 1988 erstmalig in Betrieb genommen.

Im März 2011 wurde das Kraftwerk Isar 1, im Rahmen des beschlossenen Ausstiegs Deutschlands aus der Atomenergie, mit insgesamt sieben weiteren Kernkraftwerken abgeschaltet. Die Stilllegungs- und Rückbaugenehmigung wurde im Januar 2017 erteilt.

Das Kernkraftwerk Isar 2 leistet nach wie vor einen wichtigen Beitrag zu einer sicheren Stromversorgung in Bayern und wird dies bis April 2023 tun.

18. Dezember 2022

Das Kernkraftwerk Isar sagt Danke 

Auf Wunsch der Bundesregierung soll das Kernkraftwerk Isar 2 seinen Leistungsbetrieb über den Jahreswechsel hinaus fortsetzen. Damit wird das KKI 2 einen wichtigen Beitrag zur Versorgungssicherheit in Bayern leisten. Spätestens am 15. April 2023 wird das KKI 2 seinen Leistungsbetrieb nach 35 Jahren einstellen.

Mit einer außergewöhnlichen Aktion verabschieden sich beide Kraftwerksblöcke als bedeutender Stromerzeuger in Bayern: Von 18. bis 22. Dezember werden täglich zu festen Zeiten verschiedene Botschaften auf den Kühlturm des Blocks 2 projiziert. Damit dankt PreussenElektra ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im KKI, den Nachbarinnen und Nachbarn sowie den Servicefirmen.

Dazu Standortleiter Carsten Müller: „Mitte April enden an diesem Standort 44 Jahre sichere und zuverlässige Stromerzeugung. Wir sind stolz auf das, was die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Block 1 und Block 2 des KKI geleistet haben und sehr dankbar für die Unterstützung, die wir hier in der Region erfahren haben. Dies wollen wir mit dieser weithin sichtbaren Aktion zeigen.“ (Einen Beitrag von Niederbayern TV finden Sie  hier.)

Im KKI 2 wird in Kürze der sogenannte Streckbetrieb beginnen. Dies bedeutet, dass mit den im Reaktordruckbehälter befindlichen Brennelementen Strom erzeugt werden kann, wobei die Leistung der Anlage nun langsam sinkt. Das KKI 2 kann damit rund 2 Milliarden Kilowattstunden zusätzlichen Strom ins Netz einspeisen und damit die derzeit kritische Versorgungssituation abmildern.

Mehr zum Streckbetrieb finden Sie hier:

18. Oktober 2022

Statement Dr. Guido Knott, Vorsitzender der Geschäftsführung von PreussenElektra zur Entscheidung des Bundeskanzlers zum Weiterbetrieb von KKI 2

Gestern Abend hat Bundeskanzler Olaf Scholz entschieden, dass die gesetzlichen Grundlagen für den Weiterbetrieb der drei Kernkraftwerke Isar 2, Neckarwestheim 2 und Emsland über den 31. Dezember 22 hinaus bis längstens 15. April 2023 geschaffen werden sollen. 

Dazu Guido Knott: „Wir begrüßen die Entscheidung von Bundeskanzler Olaf Scholz in der Diskussion über einen Weiterbetrieb der drei am Netz befindlichen Kernkraftwerke. Wir erwarten jetzt eine zügige gesetzliche Umsetzung und werden unsere Vorbereitungen auf einen Weiterbetrieb fortsetzen. Für Isar 2 bedeutet dies, dass wir die Anlage Ende dieser Woche herunterfahren, um die notwendige Wartung an den Druckhalterventilen durchzuführen. Damit leisten wir unseren Beitrag zur Versorgungssicherheit.“

26. September 2022

Was ist eine „Druckhalterventilleckage“?

Zur Absicherung eines Weiterbetriebs des Kernkraftwerks Isar 2 (KKI2) müsste ein Kurzstillstand durchgeführt werden. Dabei würden u.a. innere Leckagen an Vorsteuerventilen der Druckhalter-Sicherheitsventile behoben. Diese Leckagen sind normalbetrieblich vorhanden und innerhalb festgelegter Grenzen zulässig. Die Wartung ist nur möglich, wenn der Reaktor abgeschaltet und drucklos ist.

Zur Erläuterung:

Bei Betrieb des Reaktors wird durch die Kernspaltung in den Brennelementen das unter 157 bar Druck stehende Wasser des Primärkreises erhitzt. Dabei werden auch geringe Mengen von Wasser in ihre Bestandteile Wasserstoff und Sauerstoff zerlegt.

Diese Gase sammeln sich an Hochpunkten von nicht durchströmten Leitungen, zum Beispiel auch im oberen Bereich des Druckhalters, der während des Betriebs die Druckhaltung im System und den Ausgleich von Volumenschwankungen übernimmt.

Um dort eine zu große Ansammlung dieser Gase zu verhindern, wird nahe den  Druckhaltersicherheitsventilen mit Hilfe von kleinsten Drosselbohrungen ständig eine bestimmte Mindestmenge an Gas-/Dampfgemisch gezielt abgezogen. Auch die Abströmseiten der Sicherheitsventile werden stetig abgesaugt, das abströmende Medium aufbereitet und später dem Primärkreis wieder zugeführt. Diese Leckage taucht nicht plötzlich auf, sondern ist von Beginn eines Zyklus eine beabsichtigte Spülströmung.

Im Laufe eines Betriebszyklus nagt das unter hohem Druck strömende Gemisch an den Bohrungen der Drosseln, und auch kleinste Durchlässigkeiten an Vorsteuer- und Sicherheitsventilen können und dürfen sich während eines Betriebszyklus bilden. Die Menge des abströmenden Gemisches über Drosseln und Ventile nimmt mit der Betriebsdauer zu und wird in seiner Gesamtheit als „Druckhalterventilleckage“ bezeichnet. Vor dem Erreichen festgelegter Grenzen werden die Komponenten vorbeugend revidiert. Die Drosseln und Ventile des Druckhalters werden deshalb regelmäßig gewartet, was nur möglich ist, wenn die Anlage abgeschaltet ist. 

05. September 2022

Stellungnahme der E.ON auf den Vorschlag des Bundeswirtschaftsministeriums zum Weiterbetrieb der Kernkraftwerke

Wir haben den Vorschlag der Bundesregierung zur Kenntnis genommen, die Kernkraftwerke Neckarwestheim II und Isar 2 - letzteres wird von E.ON betrieben - über den gesetzlichen Stilllegungstermin 31. Dezember 2022 hinaus für weitere vier Monate in einer Betriebsbereitschaft zu halten und bei Bedarf eine Stromproduktion abzurufen.

E.ON hatte immer erklärt, die Bemühungen der Bundesregierung um eine sichere Energieversorgung im Rahmen unserer Möglichkeiten zu unterstützen und gesprächsbereit zu sein, sofern die Bundesregierung es wünscht.

Bei dem jetzt vorgestellten Plan wird es in aller erster Linie darauf ankommen, zu prüfen, ob und wie er technisch und organisatorisch machbar ist, denn Kernkraftwerke sind in ihrer technischen Auslegung keine Reservekraftwerke, die variabel an- und abschaltbar sind. Die Bundesregierung sollte deshalb nun schnell und idealerweise gemeinsam mit den Betreibern die konkreten Details dieser Vorgehensweise klären und die notwendigen gesetzlichen Grundlagen schaffen, um uns in die Lage zu versetzen, die Machbarkeit zu prüfen. Darüber hinaus möchten wir noch einmal deutlich klarstellen, dass das Kernkraftwerk Isar 2 heute und auch über den 31.12. hinaus alle sicherheitsrelevanten Anforderungen erfüllt und zu den sichersten Anlagen der Welt gehört.

Kernkraftwerk Isar – letzte Revision im Kernkraftwerk Isar Block 2

In der letzten Revision vom 25. September bis 14. Oktober 2021 machte das KKI-Team das Kernkraftwerk Isar Block 2 (KKI 2) fit für den letzten Produktionszyklus mit einer Dauer von gut 14 Monaten. In einem siebenminütigen Video geben Mitarbeiter aus allen Fachabteilungen einen Einblick in die Revisionsarbeiten und erklären, was die letzte Revision für sie persönlich bedeutet.

Schon gewusst?

Isar 1 erzeugte bis zu seiner Abschaltung mehr als 200 Mrd. kWh Strom. Mit dieser Menge Strom könnte ganz Deutschland ca. vier Monate durchgehend mit Strom versorgt werden.

Isar 2 produziert im Jahr mit rund 11 Mrd. kWh Strom ca. 12 % des gesamten bayerischen Stroms und versorgt damit rund 3,5 Mio. Haushalte im Jahr.

Klimaschutz: Jedes Jahr produziert das Kernkraftwerk Isar 2 gut 11 Mrd. kWh Kohlendioxid armen Strom. Somit erspart es der Umwelt knapp 10 Mio. Tonnen CO2 jährlich und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.

Fakten

Betreiber: PreussenElektra GmbH

Gesellschafter KKI 1: PreussenElektra GmbH 100%

Gesellschafter KKI 2: PreussenElektra GmbH (75%), Stadtwerke München (25 %)

Mitarbeiter: ca. 500 von PreussenElektra und zusätzlich zahlreiche Mitarbeiter von Servicefirmen

Reaktortyp: Isar 1: Siedewasserreaktor - Isar 2: Druckwasserreaktor

Nettoleistung: Isar 1: 878 MW - Isar 2: 1.410 MW

Telefonzentrale Kernkraftwerk Isar

Tel.
+49 87 02 - 38 0