Wählen Sie hier Ihren gewünschten Kontaktkanal aus.

Sommerliche Aufnhame des Kernkraftwerkes Grohnde

Kernkraftwerk Grohnde

Das Kernkraftwerk Grohnde liegt in Niedersachsen, nahe der Stadt Hameln, an der Weser. Es wurde 1984 in Betrieb genommen und steht seitdem für einen ausnahmslos sicheren und erfolgreichen Betrieb. In Punkto Jahresstromversorgung, befand es sich mehrfach unter den zehn erzeugungsstärksten Kernkraftwerken weltweit und wurde acht Mal Produktionsweltmeister.

Mit dem 2011 beschlossenen beschleunigten Ausstieg Deutschlands aus der Kernenergie, wird das KWG spätestens zum 31. Dezember 2021 seinen Betrieb einstellen. Der Antrag zur Stilllegung und zum Rückbau des Kraftwerks hat PreussenElektra Ende Oktober 2017 gestellt.

21. Mai 2021

Begleitkommission BK Grohnde zu Besuch in unserem stillgelegten Kernkraftwerk Würgassen

Die Begleitkommission zum Rückbau des Kernkraftwerks Grohnde - kurz "BK Grohnde" - besuchte am 20. Mai das Kernkraftwerk Würgassen, um sich einen Eindruck von einem Kernkraftwerk zu verschaffen, dessen nuklearer Rückbau vor einigen Jahren beendet wurde. 

Kraftwerksleiter Markus Wentzke stellte das Kraftwerk und dessen Rückbau vor. Die Mitglieder der Begleitkommission interessierten sich vor allem für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle und für das geplante Logistikzentrum für das Endlager Konrad. Sie besichtigten die Kraftwerksgebäude und warfen einen Blick in die auf dem Gelände befindliche Transportbereitstellungshalle, die seit 1. Januar 2020 von der BGZ Gesellschaft für Zwischenlagerung mbH betrieben wird. 

Der Landkreis Hameln-Pyrmont hatte im Oktober 2020 eine Begleitkommission aus Vertretern des Landkreises und der Gemeinde sowie Vertretern der Umweltverbände und der PreussenElektra als Betreiberin des KWG eingesetzt. Erklärtes Ziel der Kommission ist es, das Informationsbedürfnis der Öffentlichkeit durch regelmäßige Informationen und den fachlichen Austausch befriedigen zu können.

 

Maya Kushewa, Referentin Kommunikation, Kraftwerksleiter Michael Bongartz, Ralf Südfeld, Stabstelle Kerntechnische Sicherheit und Peter Schwarz, stellv. Kraftwerksleiter (v.l.n.r.).

23. November 2020

Kraftwerksgespräch im Kernkraftwerk Grohnde einmal anders

Aufgrund der Corona-Pandemie fand das Kraftwerksgespräch in diesen Tagen erstmalig in einem Online-Format statt. Dennoch: Erfreulich viele der eingeladenen Gäste folgten der Einladung und wählten sich ein, darunter Bundestags- und Landtagsmitglieder, der Hamelner Oberbürgermeister, der Bürgermeister der Gemeinde Emmerthal und weitere kommunale Vertreter sowie Vertreter der regionalen Wirtschaft.

„Ein offener Dialog und genügend Raum für Fragen und gemeinsame Diskussionen ist uns wichtig. Die Pandemie macht es nicht einfacher und das persönliche Miteinander fehlt wirklich“, so Anlagenleiter Michael Bongartz. 

Der technische Geschäftsführer der PreussenElektra, Dr. Erwin Fischer, gab einen Überblick über die aktuellen Themen im Unternehmen. Im Anschluss erläuterte Michael Bongartz die Eckpunkte des zurückliegenden Betriebsjahres und ging auch auf die vergangene Revision ein. Darüber hinaus gab Bongartz einen Ausblick auf die letzte Revision im nächsten Jahr und informierte über die wesentlichen Schritte der Rückbauplanungen.

Die Perspektiven für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach Abschaltung der Anlage war ein Thema der anschließenden Diskussion mit den Gästen. Dazu erläuterten Kai Diesing, Betriebsratsvorsitzender am Standort, und Michael Bongartz den Prozess der Interessenausgleichverhandlungen und deren Ergebnis.

Auf reges Interesse stieß das Thema Ausbildungswerkstatt der PreussenElektra in der Fluthamelstraße in Hameln. Sie wird nicht nur von PreussenElektra, sondern auch von anderen Firmen genutzt. Nach der Beendigung des Leistungsbetriebs Ende 2021 wird das KWG keine jungen Leute mehr ausbilden und sich daher aus dem Betrieb der Ausbildungswerkstatt zurückziehen. Ab 2022 wir daher ein neuer Partner für die Ausbildungswerkstatt gesucht. 

Schon gewusst?

Im Schnitt generiert das Kraftwerk Grohnde pro Jahr rund 11 Milliarden kWh Strom. Damit versorgt es knapp drei Millionen 3-Personen-Haushalte ein Jahr lang mit Elektrizität. Das Kernkraftwerk deckt somit rund 15% der Stromerzeugung in Niedersachsen.

Klimaschutz: Jedes Jahr produziert das Kernkraftwerk Grohnde rund 11 Milliarden kWh Kohlendioxid armen Strom. Somit erspart es der Umwelt knapp 10 Mio. Tonnen CO2 jährlich und leistet damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.

Fakten

Betreiber: PreussenElektra GmbH

Gesellschafter: PreussenElektra GmbH (83,3% mittelbar) Stadtwerke Bielefeld (16,7%)

Mitarbeiter: 350 (incl. 18 Auszubildende) von PreussenElektra, zusätzlich zahlreiche Mitarbeiter von Partnerfirmen

Reaktortyp: Druckwasserreaktor

Nettoleistung: 1.360 MW

Höhe der Kühltürme: 146,5 m