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Bild vom Kernkraftwerk Brokdorf in Abendstimmung

Kernkraftwerk Brokdorf

Das Kernkraftwerk Brokdorf liegt in Schleswig-Holstein, nahe der Stadt Glückstadt, an der Elbe. Es wurde 1986 in Betrieb genommen und steht seitdem für einen ausnahmslos erfolgreichen Betrieb. In punkto Jahresstromversorgung befand es sich bisher insgesamt 21 Mal unter den zehn erzeugungsstärksten Kernkraftwerken weltweit. Davon allein 12 Mal unter den Top Drei und wurde zwei Mal Produktionsweltmeister.

Das Kraftwerk hat am 31.12.2021 kurz vor Mitternacht seinen Leistungsbetrieb eingestellt. Der Antrag zur Stilllegung und zum Rückbau des Kraftwerks hat PreussenElektra bereits am 1. Dezember 2017 gestellt.

20. Dezember 2021

Kurz vor endgültiger Abschaltung: Kernkraftwerk Brokdorf verabschiedet sich als bedeutender Stromerzeuger

Das Kernkraftwerk Brokdorf (KBR) wird am 31. Dezember 2021 seinen Betrieb endgültig einstellen. Aus diesem Anlass stattete der Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Um­welt, Natur und Digitalisierung, Jan Philipp Albrecht, dem Kraftwerk heute einen Besuch ab und wandte sich in einer Online-Ansprache an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Kraftwerks.

Dabei sprach Minister Albrecht den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des KBR seinen Dank aus: „Sie haben hier über Jahrzehnte sehr verantwortungsbewusst einen wichtigen Dienst für die Allgemeinheit geleistet und dabei täglich den sicheren Betrieb der Anlage gewährleistet. Das nötigt mir den größten Respekt ab und dafür danke ich Ihnen im Namen der gesamten Landesregierung herzlich. Mir ist bewusst, dass diese letzten Tage des Kraft­werksbetriebs bei Ihnen eher Wehmut als Freude auslösen. Umso dankbarer bin ich, dass ich heute die Gelegenheit hatte, mit einigen von Ihnen noch einmal direkt ins Gespräch zu kommen. Ihre Kenntnisse und Erfahrungen werden für uns bei dem nun anstehenden Rückbau des Kraftwerkes so wertvoll wie unverzichtbar sein.“ 

Die ganze Pressemitteilung lesen Sie hier.

13. Dezember 2021

KBR sagt Tschüss und Danke

Ende Dezember wird das Kernkraftwerk Brokdorf (KBR) seinen Leistungsbetrieb nach 35 Jahren einstellen. Mit einer außergewöhnlichen Aktion verabschiedet sich das Kraftwerk an der Elbe als bedeutender Stromerzeuger und bedankt sich bei seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, bei den Nachbarinnen und Nachbarn und seinen Partnerfirmen: In der Woche vom 13. bis 17.12. werden täglich zu festen Zeiten verschiedene Botschaften auf die Reaktorkuppel projiziert.

Dazu Kraftwerksleiter Uwe Jorden: „Mit dieser weithin sichtbaren Aktion wollen wir ein Zeichen setzen. Wir bedanken uns auf diese Weise bei den Kolleginnen und Kollegen im Kraftwerk und bei all denjenigen, die uns in den vergangenen Jahren unterstützt haben.“

Das KBR gehört zu den weltweit leistungsstärksten Kernkraftwerken und blickt zurück auf eine Geschichte voller Spitzenleistungen. Mehrfach wurde es Weltmeister in der jährlichen Stromerzeugung und erhielt das Prädikat „World Class Excellence”. „Auf diese Lebensleistung unseres Kraftwerks sind und bleiben wir ungemein stolz – auch über die Abschaltung der Anlage hinaus“, betont Jorden.

6. September 2021

Zweite Sitzung der der Brokdorfer Dialoggruppe 

Fast zwei Jahre nach der ersten Sitzung traf sich die Brokdorfer Dialoggruppe („BroDiaG“) am vergangenen Donnerstag erneut im Informationszentrum des Kernkraftwerks Brokdorf (KBR). Die ursprünglich im März 2020 geplante zweite Sitzung musste aufgrund der Corona-Pandemie zunächst ersatzlos gestrichen werden. Knapp 20 Personen – also nahezu alle Mitglieder aus der ersten Runde - folgten der Einladung zur Fortsetzung der Dialoggruppe. Teilnehmen konnte nur, wer vollständig geimpft oder genesen ist („2G-Regel)..

Nachdem Anlagenleiter Uwe Jorden einen kurzen Rückblick auf die letzte Sitzung gab, stellte Dr. Christian Müller-Dehn, Leiter der Regulierung/Grundsatzfragen der PreussenElektra, Inhalt und Stand des Genehmigungsverfahrens zur Stilllegung und zum Abbau des KBR vor. Er erläuterte unter anderem, welche Genehmigungsunterlagen PreussenElektra bei der Behörde einreichen musste. Besonders beeindruckt hat dabei der enorme Umfang der Unterlagen. Der Ausblick auf den weiteren Fortgang des Verfahrens rundete den informativen Vortrag ab.

An den Vortrag schloss sich die von Anlagenreferent Hauke Rathjen moderierte Dialog-Runde an. Darin wurden diverse Fragen aus vielen Themenbereichen des Nachbetriebes und des Rückbaus diskutiert. Diese Themen zeigten bereits weitere mögliche inhaltliche Schwerpunkte für die nächsten Dialog-Runden auf.

„Ich halte diese Form von Bürgerbeteiligung und des Austausches für sehr gut!“ konstatierte Marko Förster, Geschäftsstellenleiter der CDU-Geschäftsstelle in Itzehoe, auf seiner Facebook-Seite.

Die 3. Runde der BroDiaG wird voraussichtlich im Januar 2022 stattfinden – darauf .verständigten sich die Teilnehmer am Ende der Sitzung. 

Schon gewusst?

Im Schnitt generierte das Kernkraftwerk Brokdorf pro Jahr gut 11 Mrd. kWh Strom. Dies entspricht ca. der Hälfte der gesamten Schleswig-Holsteinischen Stromerzeugung eines Jahres. Es deckte damit  knapp 90% des jährlichen Strombedarfs des Bundeslandes.

Klimaschutz: Jedes Jahr produzierte das Kernkraftwerk Brokdorf gut 11 Mrd. kWh Kohlendioxid-armen Stroms. Somit ersparte es der Umwelt knapp 10 Mio. Tonnen CO2 jährlich und leistete damit einen nachhaltigen Beitrag zum Klimaschutz.

Fakten

Betreiber: PreussenElektra GmbH

Gesellschafter: PreussenElektra GmbH (80%), Vattenfall Europe Nuclear Energy (20%)

Mitarbeiter: 326 (davon 22 Auszubildende)

Reaktortyp: Druckwasserreaktor

Nettoleistung: 1.410 MW