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Kernkraftwerk Brokdorf: Sicherheitsventil eingestellt und Temperaturfühler getauscht

12. Dezember 2018

Im Kernkraftwerk Brokdorf wurde am 6. Dezember 2018 das Reinigungssystem des Brennelementbeckens in Betrieb genommen. Dabei kam es über ein Sicherheitsventil zu einer Leckage in den so genannten Gebäudesumpf innerhalb des Kontrollbereichs.

Das System wurde außer Betrieb genommen und das Wasser über den dafür vorgesehenen Bodenablauf im Gebäudesumpf dem Abwasseraufbereitungssystem zugeführt.

Ursache für die Leckage war, dass sich die Druckwerte für das Öffnen und Schließen des Ventils wegen einer gelösten Schraubverbindung verändert hatten. Das Sicherheitsventil wurde auf die vorgegebenen Druckwerte eingestellt. Danach funktionierte das Ventil wieder ordnungsgemäß.

Auf den Anlagenbetrieb hatte dies keine Auswirkungen. Das Brennelementbecken-Reinigungssystem hat die Aufgabe, die Wässer des Brennelementbeckens und die der Flutbehälter zu reinigen und zu kühlen. Das System wird nur bei Bedarf in Betrieb genommen.

Darüber hinaus fielen im Rahmen des abschließenden Funktionsprobelaufs eines Notstromdiesels nach einer Wartung zwei Temperaturmessungen zur Anzeige der Abgastemperatur aus. Das hatte weder Auswirkungen auf die Funktionsfähigkeit des Diesels noch auf den Anlagenbetrieb. Die Temperaturmessungen wurden gegen Ersatz ausgetauscht.

Mit der Messung und dem Vergleich der Abgastemperaturen in allen 16 Zylindern eines Notstromdiesels lässt sich auf die ordnungsgemäße Verbrennung des Diesels schließen.

Beide Vorkommnisse liegen unterhalb der siebenstufigen internationalen Skala zur sicherheitstechnischen Bewertung von Vorkommnissen in Kernkraftwerken („Stufe 0“). Der Aufsichtsbehörde wurde es nach der Kategorie „N“ („Normal“) fristgerecht angezeigt.